Eine Umfrage zeigt, dass für die Mehrheit der Erwachsenen die richtige Absicherung der eigenen Arbeitskraft ein Buch mit sieben Siegeln ist.

Viele Ursachen einer Berufsunfähigkeit sind Verbrauchern durchaus bekannt und die Risiken gefürchtet. Dennoch wissen nur wenige, wie sie mögliche Einkommensverluste in solchen Fällen ausreichend absichern, wie eine Befragung ergab.

Bei der Frage, wie man den Ausfall des Einkommens im Falle einer Berufsunfähigkeit richtig absichert, sind viele verunsichert, so das Ergebnis einer Umfrage der Marktforscher der Yougov GmbH im Auftrag eines Versicherers. Befragt wurden dazu Anfang Juni dieses Jahres über 2.000 Erwachsene in Deutschland.

Rund 40 Prozent der befragten Verbraucher wissen um ihre lückenhaften Kenntnisse zum Einkommensschutz. Sie würden zusätzliche Informationen zu diesem Thema begrüßen. Bei den Jüngeren im Alter zwischen 18 und 29 Jahren ist der Anteil mit 59 Prozent besonders hoch.

Ursachen richtig einschätzen

Nur wer beispielsweise die Hauptursachen kennt, kann sich richtig absichern. Zwar ist, wie die Umfrage zeigt, vielen klar, dass Erkrankungen der Psyche wie zum Beispiel Burn-out sowie Störungen des Bewegungsapparats mit zu den Hauptursachen gehören, die zu einer Berufsunfähigkeit führen. Viele unterschätzen aber das Risiko, aufgrund weiterer Krankheiten wie Krebs dauerhaft berufsunfähig zu werden.

Nach Angaben des Analysehauses Morgen & Morgen GmbH (M&M) waren psychische Leiden und Nervenerkrankungen zu rund einem Drittel die Ursache für Berufsunfähigkeitsfälle. Jede fünfte Berufsunfähigkeit entfiel auf Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates und jede sechste auf eine Krebserkrankung oder andere Neubildung. Alle anderen Erkrankungen sind je nach Alter die Ursache für 19 bis 25 Prozent der Fälle, warum jemand aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Eine Berufsunfähigkeit bei den unter 40-Jährigen ist in jedem siebten Fall die Folge eines schweren Unfalles; bei den älteren Betroffenen traf dies auf rund sieben bis acht Prozent der Fälle zu. Dies belegt unter anderem, dass eine private Unfallversicherung allein nicht ausreicht, um relevante Gefahren genügend abzusichern.

Gesetzliche Absicherungslücke

Übrigens besteht eine gesetzliche Absicherung durch eine Rente bei einem Einkommenswegfall wegen einer Berufsunfähigkeit in den meisten Fällen nicht.Zum einen wurde die gesetzliche Berufsunfähigkeits-Rente für Personen, die nach dem 1. Januar 1961 geboren sind, vor rund 20 Jahren abgeschafft.

Zum anderen erhält eine sogenannte gesetzliche Erwerbsminderungsrente nur, wer seit Längeren in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) versichert ist und zudem aus gesundheitlichen Gründen weniger als sechs Stunden am Tag irgendeiner Erwerbstätigkeit nachgehen kann. Der bisher erlernte oder ausgeübte Beruf spielt hierbei keine Rolle. Außerdem ersetzt eine solche Erwerbsminderungsrente das entfallene Einkommen selbst bei einer vollständigen Erwerbsminderung bei Weitem nicht.

Ein Versicherungsvermittler kann nicht nur analysieren, wie hoch die Einkommensausfälle bei einer Berufs- oder gar Erwerbsunfähigkeit wären, er kann auch entsprechend dem individuellen Bedarf die möglichen Absicherungslösungen aufzeigen und erläutern. Je nach gewünschtem und benötigtem Schutz können das unter anderem neben einer Unfallversicherung auch eine private Erwerbs- oder Berufsunfähigkeits-Police und/oder eine private Grundfähigkeits-, Dread-Disease- oder Multi-Risk-Versicherung sein.

Quelle: (verpd)

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