Letztes Jahr wurden zwar weniger Pkws und andere Kraftfahrzeuge durch Sturm, Hagel und sonstige Naturrisiken beschädigt als im Vorjahr. Allerdings war die Schadenhöhe immer noch beträchtlich und wird allein durch die Schäden im Juni 2021 um rund das Doppelte überschritten.

Nach aktuellen Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zahlten die Kfz-Versicherer allein letztes Jahr nur für Sturm-, Starkregen-, Hagel- und Blitzschäden an Autos und sonstigen Kraftfahrzeugen 350 Millionen Euro an ihre Kunden. Die erwarteten Schäden für 2021 sind deutlich höher. Doch nur wer diese Risiken in seiner Kfz-Versicherung mit abgedeckt hat, kann im Falle des Falles auch mit einer Entschädigung des Versicherers rechnen.

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) rund 154.000 Kfz-Schäden durch Sturm, Hagel und Blitzschlag, aber auch durch Überschwemmungen den Kfz-Versicherern gemeldet.

Insgesamt zahlten die Kfz-Versicherer etwa 350 Millionen Euro an Schadenleistungen für die betroffenen Fahrzeughalter, die ihr Kfz über eine Voll- oder Teilkaskoversicherung gegen entsprechende Naturrisiken abgesichert hatten.

2021 wird noch schadensträchtiger

Betrachtet man die Vorjahre, hielten sich die Unwetterschäden an den Fahrzeugen in 2020 noch in Grenzen. „2020 war für Kraftfahrtversicherer ein deutlich unterdurchschnittliches Naturgefahrenjahr. Das lag vor allem daran, dass schwere Hagelereignisse und im Herbst schwere Stürme ausgeblieben sind“, betonte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

Im Jahr zuvor gab es beispielsweise mehr als doppelt so viele solcher Unwetterschäden an Autos und anderen Fahrzeugen. Damals wurden rund 397.000 versicherte Kfz-Schäden durch Naturrisiken den Kaskoversicherern gemeldet. Der Gesamtschaden belief sich 2019 auf 777 Millionen Euro. In 2018 verzeichneten die Kfz-Versicherer 370.000 gemeldete Unwetterschäden an Kraftfahrzeugen mit einer Schadenhöhe von 750 Millionen Euro.

Übrigens, allein in den letzten beiden Wochen des Juni 2021 wurden laut GDV bereits rund 275.000 Kraftfahrzeuge bei Unwetter insbesondere durch Hagel in einer geschätzten Höhe von 700 Millionen Euro beschädigt. Und das Jahr ist noch nicht vorbei. Klimaexperten gehen davon aus, dass es immer häufiger zu schweren Unwettern mit Hagel, Sturm und Starkregen kommt. Umso wichtiger ist daher ein passender Versicherungsschutz.

Was die Kaskoversicherung absichert

Beim Auto und auch bei anderen Kraftfahrzeugen deckt, wie bereits genannt, eine bestehende Teilkaskoversicherung, die auch automatisch in der Vollkasko enthalten ist, Schäden am eigenen Kfz durch Naturgewalten wie Sturm, Hagel, Blitzschlag und Überschwemmung ab. In der Teilkasko sind aber auch Kfz-Schäden durch Diebstahl, Raub, Brand, Explosion, Zusammenstoß mit Haarwild, Glasbruchschäden und Kurzschlussschäden an der Verkabelung mitversichert.

Einige Versicherer bieten je nach Vertragsvereinbarung zudem Versicherungsschutz für weitere Risiken wie Marderbiss, Zusammenstoß mit Tieren jeglicher Art sowie für zusätzliche Naturgefahren wie Lawinen oder Erdrutsche und Muren. Die Vollkasko-Versicherung deckt nicht nur alle Teilkasko-Risiken ab, sondern zahlt auch die eigenen Kfz-Schäden, die durch einen selbst verschuldeten Unfall verursacht wurden. Sie übernimmt auch die Kfz-Schäden, die auf die mutwillige Beschädigung eines Unbekannten oder durch einen Unfall, für den kein anderer die Haftung übernimmt, entstanden sind.

Letzteres wäre beispielsweise bei einem geplatzten Reifen oder, wenn der Unfallverursacher Fahrerflucht begangen hat, der Fall. Je nach Schadenausmaß und Policenvereinbarung werden von der Voll- und Teilkaskoversicherung entweder der Neuwert, der Wiederbeschaffungswert oder die Material- und Reparaturkosten abzüglich einer eventuell vereinbarten Selbstbeteiligung übernommen. Übrigens: Ein Teilkaskoschaden wirkt sich auf den Schadenfreiheitsrabatt einer eventuell bestehenden Vollkasko-Versicherung nicht negativ aus.

Quelle: (verpd)

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