Operationen und langwierige Behandlungen der Vierbeiner gehen ins Geld. Die meisten Halter wissen das, trotzdem verzichten viele auf einen möglichen Kostenschutz.

Nur für rund fünf Prozent der Hunde haben die Halter hierzulande eine Tierkrankenversicherung abgeschlossen. Dabei können Tierarztkosten im Jahr schnell einige Hundert oder auch mehrere Tausend Euro betragen.

In deutschen Haushalten lebten 2021 rund 10,7 Millionen Hunde, so der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF). Während die Tierhalter-Haftpflichtversicherung den meisten Hundebesitzern bekannt ist, gilt das für die Tierkrankenversicherung nicht.

Grundsätzlich muss man gemäß § 833 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) als Hundehalter für alle Schäden, die das Tier anrichtet, haften. Deshalb ist eine spezielle Tierhalterhaftpflicht-Versicherung, die solche Schäden übernimmt, existenziell.

In einigen Bundesländern ist die Hundehalterhaftpflicht-Versicherung sogar gesetzlich vorgeschrieben. In Hessen und Rheinland-Pfalz beispielsweise gilt das für alle als gefährlich eingestuften Hunderassen (sogenannte Listenhunde). In manchen anderen Bundesländern wie Berlin, Hamburg oder Niedersachsen müssen sogar alle Hundebesitzer ihre Vierbeiner absichern.

Operationen und Tierarztbesuche gehen ins Geld

Sinnvoll kann zudem der Abschluss einer speziellen Hunde-Krankenversicherung sein, denn die anfallenden Tierarztkosten sind mitunter sehr hoch. Das gilt beispielsweise für eine notwendige Operation oder wenn das Tier chronisch krank ist. Nach der „Heimtierstudie 2019“ der Universität Göttingen zahlen Hundebesitzer im Schnitt 227 Euro im Jahr an Tierarztkosten. Bei jedem zwölften Hundehalter waren es sogar jährlich mehr als 500 Euro.

Bei immerhin 40 Prozent der Vierbeiner kamen laut der Studie innerhalb eines Dreijahreszeitraums besondere Belastungen wie Operationen oder Krankheiten dazu. Die Behandlungskosten lagen dabei im Schnitt bei 1.063 Euro. Notwendige Operationen wie die Behandlung eines Kreuzbandriss, einer Gelenkerkrankung, eines Tumors oder einer Magendrehung können schnell mehrere Tausend Euro kosten.

Laut einer Datenauswertung eines Versicherers sind hierzulande jedoch nur rund fünf Prozent der Hunde über eine Tierkrankenversicherung abgesichert. Ein Wert, der in anderen Ländern deutlich höher ist.

Kostenschutz für Hundehalter

Eine Tierkrankenversicherung übernimmt je nach Vertragsvereinbarung unter anderem anfallende Operations- und/oder Heilbehandlungskosten anteilig oder bis zu einer bestimmten Höhe, eventuell unter Berücksichtigung einer optionalen Selbstbeteiligung. Üblicherweise gilt: Je jünger der Hund, desto günstiger der monatliche Versicherungsbeitrag.

59 Prozent der Halter, die ihr Tier krankenversichern, schließen eine solche Police ab, wenn der Hund zwischen zwei und vier Jahre alt ist. 16 Prozent versichern ihren Hund im Alter von einem bis zwei Jahren und knapp 15 Prozent zwischen dem vierten und sechsten Lebensjahr. Das zeigen Angaben von Tierhaltern mit insgesamt 12.000 Hunden.

Welcher Versicherungsumfang für den vierbeinigen Liebling am sinnvollsten ist, darüber berät auf Wunsch der Versicherungsvermittler.

Quelle: (verpd)

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