Auch die Versicherungswirtschaft will einiges tun, um den Klimaschutz zu unterstützen. Der vor Kurzem veröffentlichte Nachhaltigkeitsbericht des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) zeigt, welche Vorhaben aktuell umgesetzt werden.

Die Versicherer haben Anfang des Jahres Ziele festgelegt, um nachhaltiger zu werden und so die Vorhaben des Pariser Klimaabkommens zu unterstützen. Schon 2025 werden Versicherungen erkennbar „grüner“, wie aus einem aktuell vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. veröffentlichten Nachhaltigkeitsbericht hervorgeht.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat eine erste Bestandsaufnahme seiner Nachhaltigkeitsziele vorgelegt, mit denen die Versicherer das Pariser Klimaabkommen unterstützen wollen. Im genannten Abkommen wurde vereinbart, dass die Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Niveau auf unter zwei Grad Celsius begrenzt wird. Folgende Ziele haben die Versicherer für sich Anfang 2021 festgelegt:

  • die Kapitalanlage der Versicherer von aktuell 1,8 Billionen Euro bis 2050 klimaneutral zu gestalten; bereits bis 2025 und dann fortlaufend sollen Kohlendioxidreduktionen in den Portfolios realisiert werden,
  • langfristig keine gewerblichen und industriellen Risiken mehr ins Portfolio zu nehmen, wenn Kunden und Geschäftspartner keine eigenen Anstrengungen hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft unternehmen und
  • bis 2025 in den Liegenschaften der Versicherer in Deutschland klimaneutral zu arbeiten.

Der GDV informiert über die Umsetzung der Ziele jährlich mittels eines Nachhaltigkeitsberichtes. Die erste Ausgabe wurde vor Kurzem veröffentlicht.

Versicherer werden „grüner“

Schon 2025 werden Versicherungen erkennbar grüner, heißt es jetzt in einer GDV-Mitteilung zum aktuellen Nachhaltigkeitsbericht. Man sei auf Kurs. „Rund 80 Prozent der direkt oder indirekt gehaltenen Kapitalanlagen werden bereits nach ESG-Kriterien angelegt. Für den Kohlendioxid-Fußabdruck der Kapitalanlagen werden wir ab 2022 erste Zahlen haben“, wird GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen zitiert. ESG-Kriterien sind ökologische, soziale und die Unternehmensführung betreffende Faktoren.

Außerdem würde aktuell mehr als ein Drittel des deutschen Marktes, gemessen an Beitragseinnahmen der Versicherer, bei der Versicherung von Risiken auf ESG-Aspekte achten. Bis 2025 könnten es 60 Prozent sein. Ihre eigenen Geschäftsprozesse wollen mehr als 90 Prozent der Versicherer bis dahin kohlendioxid-neutral organisieren, wird berichtet. 87 Prozent des Strombedarfs werde schon heute aus Ökostrom gedeckt.

Der GDV hat zudem erstmals einen Nachhaltigkeitspreis verliehen. Preisträger ist die Initiative „Klima vor acht“, die Wissen und Bewusstsein über die Notwendigkeit einer ökologischen Transformation in der Bevölkerung stärken will.

Quelle: (verpd)

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