Die Stimmung trübt weiter ein. Das zeigt eine Umfrage eines Versicherers. Die Studienteilnehmer machen vor allem einen Akteur für ihre Sorgen um die eigenen Geldanlagen verantwortlich.

Eine Umfrage eines Versicherers hat ergeben, dass die Furcht vor einer Inflation und einem sinkenden Lebensstandard erheblich ansteigt. Gleichzeitig halten immer mehr die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank für falsch. Beim Sparverhalten der Bürger zeigt sich Folgendes: Sicherheit bleibt das wichtigste Anliegen bei der Geldanlage, aber die Risikobereitschaft wächst.

Die Gemütslage der Bürger in Deutschland in Sachen Finanzen ist angespannt. Das zeigt eine jährliche Studie eines Versicherers. Basis der aktuellen Studie ist laut Studienauftraggeber eine repräsentative Umfrage, durchgeführt vom Markt- und Meinungsforschungs-Institut Forsa Politik und Sozialforschung GmbH Anfang Januar 2022 unter 1.002 Erwachsenen. Ein Ergebnis der Umfrage: Die Angst vor einer Inflation wächst beträchtlich. Aktuell fürchten 68 Prozent steigende Alltagskosten und eine damit einhergehende Entwertung der Geldanlagen – 2021 waren es noch 60 Prozent.

Zudem sorgen sich immer mehr Menschen, dass der bisherige Lebensstandard nicht gehalten werden kann. Dies fürchten derzeit 48 Prozent – in der letztjährigen Studie waren es noch 41 Prozent. Vor diesem Hintergrund sei es nicht verwunderlich, dass die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) immer stärker an Rückhalt in der Bevölkerung verliere, so die Studienautoren. Mittlerweile halten nach ihren Auswertungen 60 Prozent der Befragten die Maßnahmen der Währungsbehörde für falsch – 2021 waren es mit 41 Prozent erheblich weniger.

Sicherheit ist bei Geldanlagen für viele das wichtigste Anliegen

Sicherheit bleibt der Studie zufolge der zentrale Wunsch bei der Geldanlage. Dies äußern 52 Prozent der Befragten – 2021 lag der Wert noch bei 46 Prozent. Dahinter reihen sich weit abgeschlagen Flexibilität mit 24 Prozent (2021: 36 Prozent), Rendite mit elf Prozent (2021: neun Prozent) und Nachhaltigkeit mit acht Prozent ein. Parallel dazu wächst die Risikobereitschaft. Mittlerweile sind 44 Prozent (2021: 34 Prozent) bereit, bei der Geldanlage ein höheres Wagnis einzugehen, berichten die Studienautoren.

Auch die Deutsches Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung GmbH (Diva) hat kürzlich in einer Sonderbefragung ermittelt, dass Sicherheit nach wie vor das wichtigste Anlagekriterium ist. Rentabilität liegt hier auf Platz zwei. Es folgen mit größeren Abständen Liquidität und Nachhaltigkeit.

Die passende Finanzplanung

Grundsätzlich gilt, um effektiv und zielorientiert sparen zu können, ist es für den Einzelnen wichtig zu wissen, wie seine finanzielle Situation aktuell ist und voraussichtlich nach heutigem Stand später sein wird. Ein Versicherungsexperte kann dazu entsprechende Übersichtshilfen und Berechnungen bereitstellen, die unter anderem auch die zu erwartende gesetzliche Altersrente und/oder auch Einkünfte aus bereits bestehenden Kapitalanlagen oder Vermietungen berücksichtigen.

Je nach Sparziel und persönlicher Vorsorgestrategie von sicherheits- bis hin zu renditeorientiert bietet die Versicherungswirtschaft zudem entsprechende Anlage- und Absicherungslösungen an. Selbst wer glaubt, keinen finanziellen Spielraum für eine Vorsorge zu haben, sollte einen Experten zurate ziehen, denn manche Vorsorgemöglichkeiten – beispielsweise mithilfe einer staatlichen Förderung – erschließen sich erst nach einer gründlichen Analyse.

Quelle: (verpd)

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