Kommt es in einem Unternehmen zu einem Großbrand, bedeutet dies nicht selten den Ruin der betroffenen Firma. Warum es wichtig ist, nicht nur Sachschäden mit einer entsprechenden Versicherungspolice abzusichern.

Brandschäden im Betrieb, beispielsweise an der Einrichtung wie an den Maschinen, Waren und Vorräten, können schnell zur existenziellen Gefahr für das betroffene Unternehmen werden. Nicht nur der Ersatz der Brandschäden an den Gütern ist teuer. Zusammen mit den Ertragsausfällen infolge der durch den Brand verursachten Störungen der Betriebsabläufe bis hin zum Betriebs- oder Produktionsstillstand führt dies häufig zur Insolvenz einer betroffenen Firma, wie Daten einer Industrie- und Handelskammer belegen.

Kommt es zu einem Großbrand in einem Unternehmen, drohen hohe Sachschäden. So können betriebliche Immobilien, Maschinen, Einrichtungen, Waren und/oder Vorräte beschädigt oder zerstört werden. Zusätzlich können die Brandschäden auch zu existenzgefährdenden Ertragsausfällen führen, denn nach einem Brand ist häufig auch der Betriebsablauf gestört – bis hin zum Betriebs- oder Produktionsstillstand.

Die Kombination von Sachschäden und Ertragsausfall sowie Kosten und Reputationsverlust aufgrund nicht eingehaltener Liefertermine können für ein Unternehmen schnell zu einem existenziellen Problem werden. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Trier sind rund 43 Prozent der von einem Großbrand betroffenen Firmen zeitnah und weitere 28 Prozent innerhalb drei Jahren nach dem Brandereignis insolvent. Daher ist es für jedes Unternehmen wichtig, solche existenziellen Risiken abzusichern. Die Versicherungswirtschaft bietet diesbezüglich entsprechende Lösungen an.

Bei Sachschäden und Ertragsausfällen

Eine Inhalts- oder Geschäftsversicherung erstattet beispielsweise den entstandenen Sachschaden in einem Unternehmen, der unter anderem durch einen Brand verursacht wurde. Auch Kosten, die im direkten Zusammenhang mit dem Brand und der Wiederherstellung der beschädigten Sachen stehen, wie anfallende Lösch-, Aufräum- und Schutzkosten, lassen sich mit einer solchen Police absichern.

Kommt es durch den Brand zur Störung des Betriebsablaufs bis hin zum Betriebsstillstand, können die deswegen verursachten Ertragsausfälle durch eine Betriebsunterbrechungs- oder auch Ertragsausfall-Versicherung abgesichert werden. Ohne einen entsprechenden Versicherungsschutz kann ein Ertragsausfall aufgrund der vorlaufenden Fixkosten wie Löhne und Gehälter, Kredite, Mieten oder Pachtzahlungen, aber auch Leasinggebühren und Versicherungsbeiträge schnell zum finanziellen Ruin eines Unternehmens führen.

Eine Ertragsausfall-Police ersetzt die fortlaufenden Betriebskosten, und wenn vereinbart, den entgangenen Gewinn, der durch einen Brandschaden entstanden ist, bis zur vereinbarten Höhe für die Zeit, bis die Firma wieder planmäßig arbeiten kann, oder maximal bis zum vereinbarten Zeitraum. In manchen Policen kann zudem vereinbart werden, dass der Versicherer auch die Kosten für eine Schadenminderung, zum Beispiel für eine provisorische Reparatur, für die Anmietung von Ersatzmaschinen oder für eine notwendige vorübergehende Auslagerung der Produktion übernimmt.

Die passende Absicherung

Eine Betriebsunterbrechungs- oder auch Ertragsausfall-Versicherung wird entweder als separate Police oder als Kombiprodukt in Verbindung mit einer Inhalts- oder Geschäftsversicherung als Klein-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Klein-BU) angeboten. Eine Kombipolice kann dann sinnvoll sein, wenn die Versicherungssumme der Inhaltsversicherung, also die Werte des Firmeninventars mit Maschinen, Anlagen, Möbeln, Waren und Vorräten, nicht höher ist als der komplette Jahresertrag einer Firma.

Denn bei einer Inhaltsversicherung mit enthaltener Klein-BU ist die Versicherungssumme für den Ersatz des Sachschadens genauso hoch wie die Versicherungssumme für die Abdeckung des Ertragsausfalls. Ist der Jahresertrag jedoch höher als die Sachwerte eines Unternehmens, empfiehlt sich eine eigenständige Betriebsunterbrechungs-Versicherung. In einer solchen Police kann die frei zu vereinbarende Versicherungssumme entsprechend dem tatsächlichen Bedarf ermittelt und versichert werden.

Der tatsächliche Bedarf setzt sich unter anderem aus dem üblicherweise im Unternehmen erwirtschafteten Gewinn sowie den anfallenden Kosten und Ausgaben wie Löhnen, Gehältern und sonstigen Fixkosten zusammen. Wer sichergehen will, dass sein Unternehmen richtig abgesichert ist, sollte sich von einem Versicherungsexperten wie einem Versicherungsvermittler beraten lassen. Dieser kann nicht nur analysieren, welche Risiken abzusichern sind, sondern auch die Höhe und die Art der Absicherungslösungen ermitteln.

Quelle: (verpd)

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