Immer wieder geben sich Betrüger als Mitarbeiter einer Behörde oder einer bekannten Organisation aus, wie auch eine aktuelle Warnung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) verdeutlicht, die besonders an Onlinekäufer gerichtet ist.

Betrüger haben mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, wie sie mit ihren anvisierten Opfern in Kontakt treten können. In einem aktuellen Fall haben es Kriminelle auf Personen abgesehen, die regelmäßig oder auch nur ab und zu online einkaufen.

Um sich Vertrauen eines auserwählten Opfers zu erlangen, gibt so mancher Krimineller vor, Mitarbeiter der Polizei, von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) oder einer anderen Behörde oder Institution zu sein. Einige Betrüger geben beispielsweise vor, im Auftrag der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht (Bafin) zu arbeiten und rufen bei Bürgern an. Sie täuschen vor, Schäden ausgleichen zu wollen, die dadurch entstanden seien, dass Verbraucher auf betrügerischen Handelsplattformen eingekauft oder sonstige Investitionen getätigt hätten.

Das teilte jüngst die Bafin mit. Tatsächlich wollen die Kriminellen jedoch mit Fernwartungssoftware wie Anydesk oder Teamviewer auf die Rechner der Konsumenten zugreifen. Das sollten Verbraucher aber auf keinen Fall zulassen. Die Behörde empfiehlt allen Betroffenen, die ein entsprechendes „Hilfsangebot“ erhalten, sich keinesfalls darauf einzulassen. Geschädigte sollten Anzeige bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft erstatten.

Informationen zu häufigen Methoden der Trickbetrüger

Wer Zweifel habe, könne sich auch direkt an die Bafin (Verbrauchertelefon 0800 2100500) wenden. „Die Bafin beauftragt im Zusammenhang mit betrügerischen Online-Plattformen generell keine Dritten und wendet sich auch nicht von sich aus an einzelne Personen“, heißt es in der Mitteilung. Bereits im Februar warnte die Bafin vor einem falschen Twitter-Account und im April dieses Jahres waren es gefälschte Rechnungen. Im Sommer 2020 waren Betrüger unterwegs, die sich gegenüber Verbrauchern als Mitarbeiter der Bafin ausgaben.

Informationen zu sonstigen Methoden von Trickbetrügern und wie man sich davor schützt, enthalten das Webportal www.polizei-beratung.de sowie der Flyer „Enkeltrick“ der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Empfehlenswert ist auch die Broschüre „Rate mal, wer dran ist“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die gängigen Tricks, bei denen Betrüger beispielsweise gezielt Rentenbezieher oder gesetzlich Rentenversicherte kontaktieren, enthält die kostenlos downloadbare DRV-Broschüre „Vorsicht Trickbetrüger“.

Vermutet man einen Betrug oder ist man bereits Opfer eines Kriminellen geworden, ist es wichtig, sich umgehend an die Polizei (Notruf 110) zu wenden, denn das erhöht die Chance, dass der Täter noch gefasst wird und so keine weiteren Personen dem Kriminellen zum Opfer fallen.

Quelle: (verpd)

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